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Skitourenwinter 2018/2019 - auf die Länge kommt es an

, Peter, teilweise mit Barbara und Markus Raffling
  1. Skitouren-Jo-Jo am Salzstiegl
  2. Skitourenschaukeln im Liesinggraben
  3. Langteichenrunde
  4. Scharnitzgraben - der Hansl-Express
  5. Rinnenkombi im Triebental - Geierkogel NO-Rinne, Sonntagskogel N-Rinne und Großer Grießstein
  6. Scharnitz-Trilogie - Hühnerkogel - Scharnitzfeld - Großhansl
  7. Zirbitzkogel Triple-Traverse
  8. Informationen und Hinweise

Der Skitourenwinter 2018/2019 stand für mich vor allem unter dem Gesichtspunkt der Vorbereitung auf mein nächstes, bisher größtes bergsteigerisches Projekt. Um die aerobe Ausdauerleistungsfähigkeit zu maximieren, versuchte ich, möglichst ausgedehnte Skitouren zu unternehmen. Als berufstätiger Familienvater, und auch mit Rücksicht auf Barbaras sportliche Tätigkeiten, war es nicht möglich, beliebig oft auf Tour zu gehen. Am Ende des Tages bzw. Skitourenwinters standen dann 24 Skitouren, mit insgesamt 43650 Höhenmetern, also im Durchschnitt 1818 Höhenmeter/Tour, zu Buche. Ein paar Vorschläge für die eine oder andere ausgedehnte Tour möchte ich hier vorstellen.

Skitouren-Jo-Jo am Salzstiegl

Das Skigebiet Salzstiegl ist vor allem in der Vorsaison ein beliebter Anziehungspunkt für Skitourengeher. Auf den wenig steinigen Pisten reichen schon oft 20 cm Schnee, um zumindest mit den Schotterskiern unterwegs sein zu können. Zusätzlich wird auch bald beschneit. Von der unteren Liftstation bis zur Bergstation sind es ziemlich genau 400 Höhenmeter. Hier lassen sich sehr zeitkompakt viele Höhenmeter sammeln. Einige male hab ich es auf fünf Runden gebracht und einmal mit Markus Raffling sechs Aufstiege unternommen, zu zweit ist die Motivation bei den monotonen Pistenaufstiegen etwas größer.

Aktuell (Stand Winter 2020/2021) ist eine Gebühr von 10 Euro pro Person für Parken und Pistennutzung zu bezahlen.

Skitourenschaukeln im Liesinggraben

Wer kennt sie nicht, die Klassiker im Liesinggraben, Griesmoarkogel, Silberling, Schober ... Schon als Vorbereitung für unsere Expedition zum Mustagh Ata haben wir hier Silberling, Großen Schober, Griesmoarkogel und Himmeleck zusammen gehängt. Der Vorteil bei diesen Bergen ist, dass sie nicht allzu schwierig sind und auch bei nicht optimalen Verhältnissen begangen werden können.

Die längere Variante, die ich heuer unternommen habe, startet beim unteren Parkplatz für das Zwölferköpfel. Dort ging ich bis zu dem Sattel, wo man zu Fuß weiter gehen hätte müssen. Von dort Abfahrt bis zum Jansenberger. Nun über die Beisteineralm auf den Griesmoarkogel und weiter auf das Himmeleck. Zurück auf den Griesmoarkogel (es werden keine Höhenmeter ausgelassen) und Abfahrt in das Liesingkar und bis zur Brücke, wo die Route auf den Silberling startet. Nun auf den Silberling und anschließend Abfahrt in den Sauboden bis zur Aufstiegsroute zum Großen Schober. Schließlich noch auf den Schober und über den Parkplatz Reichenstaller zurück zum Ausgangspunkt. Idealerweise unternimmt man diese Tourenvariante, wenn die Straße vom Reichenstaller- zum Zwölferköpfl-Parkplatz mit Ski zu befahren ist. In dieser Variante kommen 3150 Aufstiegs-Höhenmeter und eine Strecke von 29,5 Kilometern zusammen.

Auch hier möchte ich im Hinblick auf die Zukunft des Skitourengehens im Liesinggraben an die Fairness appellieren und daran erinnern, dass pro Fahrzeug 3 Euro Parkgebühre (bzw. Zuschuss zur Schneeräumung) zu entrichten sind. Oft genug sieht man wie dies ignoriert wird! Auch um dieses Gebiet wäre es sehr schade, wenn wir dort nicht mehr auf Tour gehen könnten!

Langteichenrunde

Auch die Klassiker der Eisenerzer Alpen, Grabnerspitz, Wildfeld und Kraglschinken lassen sich zu einer schönen Runde kombinieren. Das erste mal hab ich die Runde mit Markus Raffling von der Langteichen aus unternommen. Keine Angst, der Langteichengraben hat ein Ende und dort ist sogar ein Parkplatz. Also dort, am Ende der Fahrmöglichkeit in die Langteichen, starteten wir unsere Runde.

Zuerst geht's erstmal den Graben weiter, bis man rechts Richtung Binderhütte abzweigt. Nun kann man entweder über die Nordflanke des Grabnerspitz (so wie wir) oder zuerst Richtung Sonneck aufsteigen. Vom Gipfel fährt man die Standardabfahrt Richtung Gößgraben ab. Nun über den Normalweg auf das Wildfeld. Vom Wildfeld Gipfel fährt man Richtung NNW zum Nebelkreuz und weiter in die Lasitzen ab. Jetzt über den Normalweg auf den Kragelschinken. Die sicherste Abfahrtsvariante in die Langteichen ist vom Teichenegsattel. Hier auf Lawinengefahr aus der Kragelschinken-SO-Flanke achten. Ist man wieder am Parkplatz angekommen, hat man 2600 Höhenmeter und 23,5 Kilometer hinter sich.

Scharnitzgraben - der Hansl-Express

Diese Runde hab ich mir auf der Webseite von Radzwilling Gernot Turnowsky abgeschaut. Vom Scharnitzgraben (Goldwaschanlage) zuerst über das Weittal auf den Großhansl. Danach über den NO-Rücken absteigen bis man den Schnee erreicht. Dann ins große Kar nördlich des Großhansl in Richtung Pölsenhütte abfahren. Nun über den Normalanstieg über das Pölseckjoch auf den Hohenwart. Wieder Richtung Pölsenhütte abfahren und zurück durch das zuvor genannte Kar auf den Kleinhansl. Vom Kleinhansl abfahren bis zur Wildalmhütte. Nun zuletzt noch auf den Gruber Hirnkogel und von diesem zurück zum Ausgangspunkt. Und schon hat man 2600 Höhenmeter und 25,6 Kilometer hinter sich gebracht. Für diese Runde braucht es sichere Verhältnisse, vor allem für den Hohenwart. Landschaftlich ist diese Runde außergewöhnlich schön.

Rinnenkombi im Triebental - Geierkogel NO-Rinne, Sonntagskogel N-Rinne und Großer Grießstein

Einen Tag mit sehr sicheren Tourenverhältnissen nutzen Barbara und ich für eine sowohl alpinistisch als auch konditionell anspruchsvollere Skitourenrunde im Triebental. Los geht's beim Gasthof Braun. Von hier erstmal dem Weg Richtung Triebenkogel folgen, aber zuletzt in das Kar unter dem Geierkogel. Man steigt nun durch die etwa 45 Grad steile Geierkogel NO-Rinne. Meist ist der Ausstieg, durch seine Überwächtung, die Crux der Rinne.

Vom Gipfel des Geierkogels geht's zuerst Richtung Weingrubtörl. Etwas oberhalb des Törls fährt man nun östlich unter dem Triebenkogel vorbei bis ins Kar unter der Nordrinne des Sonntagskogels. Weiter zur Rinne und durch diese, etwa 40 Grad steil, direkt auf den Hauptgipfel des Sonntagskogels. Abstieg über den Grat zum Wintergipfel. Von hier beliebig tief ins Frattental abfahren und danach Richtung Triebner Törl aufsteigen. Wir sind über die Südwestflanke aufgestiegen und oben, aus Schneemangel, zur Westrinne gequert. Zuletzt, meist zu Fuß, über den Grat auf den Gipfel des Großen Griesstein. Über die Westrinne Richtung Triebnerhütte abfahren und durch das Bärenbach-Tal zum Seyfried. Bis hierher hat man etwa 2050 Höhenmeter und 17 Kilometer hinter sich. Mit Glück nimmt einen noch jemand mit zum Braum wo das Auto üblicherweise steht, sonst noch bis dorthin wandern. Natürlich müssen für diese Runde die Verhältnisse passen!

Scharnitz-Trilogie - Hühnerkogel - Scharnitzfeld - Großhansl

Vom Scharnitzgraben aus startete ich ja schon im letzten Winter zum weiter oben Beschriebenen Hansl-Express. Aber es gibt dort noch mehr Möglichkeiten für anregende Skitouren-Enchainments. Beispielsweise die Aneinanderreihung von Hühnerkogel, Scharnitzfeld und Großhansl. Die 'konditionell einfachere' Version dieser Runde ist jene, bei der man vom Hühnerkogel den Weg über das Stallertörl zum Scharnitzfeld nimmt, und von dort weiter dem Rücken zum Großhansl folgt. Möchte man etwas mehr Höhenmeter sammeln, bietet sich nachfolgende Variante an.

Man startet beim klassischen Parkplatz bei der Goldwaschanlage und geht erstmal auf den Hühnerkogel. Es empfiehlt sich der 'neue' Aufstiegsweg über die Pichlerhütte. Vom Hühnerkogel fährt man die Standardabfahrt vom Hühnerkogel, vorbei an der Scharnitzhütte, in Richtung Koglerhütte ab. Von dort steigt man den Ostrücken auf den Scharnitzfeld. Bei entsprechenden Verhältnissen lohnt die südostseitige Abfahrt Richtung Scharnitzalm. Nun weiter abfahren, wieder vorbei an der Koglerhütte, bis man auf den Forstweg Richtung Weittal trift. Von dort nochmals rund 800 Höhenmeter auf den Großhansl. Insgesamt kommt man so auf gut 2400 Höhenmeter und 24 Kilometer. Der Vorteil dieser Runde ist, das man praktisch zu jeder Zeit ins Scharnitztal zum Parkplatz abfahren kann, wenn man keine Lust mehr hat.

Zirbitzkogel Triple-Traverse

Der Zirbitzkogel ist wohl einer der beliebtesten Skitourenberge in der Steiermark überhaupt. Die leichte Erreichbarkeit, die relativ einfachen und zu allermeist auch sehr sicheren Anstiegsvarianten, führen dazu, dass wahrscheinlich jeder irgendwann in seiner Skitourenkarriere mal auf den Zirbitz geht. Vom Anfänger bis zum Skimo-Racer, der Zirbitz ist bei allen beliebt.

Auf den Berg gibt es drei gängige Skitourenrouten. Der Klassiker von der Sabathihütte, bzw. vom ca. 300 Hm tiefer gelegenen Rieseralm Parkplatz (5 Euro Parkgebühr für Tourengeher). Die Genießervariante von der Waldheimhütte. Hier gibt es praktisch von Start bis zum Gipfel eine präparierte Spur, weil der Hüttenwirt auf diesem Weg mit dem Schneemobil hoch fährt. Auf dieser Strecke braucht es keie Spitzkehre. Die dritte Ansteigsvariante führt von Westen, von der Tonnerhütte, auf den Zirbitz. Alle drei Routen sind mit Markierungsstangen versehen, da sonst die Orientierung im Nebel sehr schwierig sein kann.

Hängt man alle drei Aufsteigsvarianten aneinander, Rieseralmparkplatz - Gipfel - Waldheimhütte - Gipfel - Tonnerhütte - Gipfel - Rieseralmparkplatz, ergiebt sich eine dreifach Überschreitung mit 30 Kilometer Wegstrecke und 2730 Höhenmetern Aufstieg.

Skitourenwinter 2018/2019 - auf die Länge kommt es an
Skitouren-Jo-Jo Salzstiegl
Skitourenwinter 2018/2019 - auf die Länge kommt es an
Skitourenschaukel Liesinggraben
Skitourenwinter 2018/2019 - auf die Länge kommt es an
Skitourenschaukel Liesinggraben Höhenprofil
Skitourenwinter 2018/2019 - auf die Länge kommt es an
Langteichenrunde
Skitourenwinter 2018/2019 - auf die Länge kommt es an
Langteichenrunde Höhenprofil
Skitourenwinter 2018/2019 - auf die Länge kommt es an
Skitourenrunde Hansl-Express
Skitourenwinter 2018/2019 - auf die Länge kommt es an
Skitourenrunde Hansl-Express Höhenprofil
Skitourenwinter 2018/2019 - auf die Länge kommt es an
Statistik Skitourenwinter 2018/2019
Skitourenwinter 2018/2019 - auf die Länge kommt es an
Rinnenkombi Geierkogel NO-, Sonntagskogel N-Rinne und Großer Grießstein
Skitourenwinter 2018/2019 - auf die Länge kommt es an
Höhenprofil Rinnenkombi Geierkogel NO-, Sonntagskogel N-Rinne und Großer Grießstein
Skitourenwinter 2018/2019 - auf die Länge kommt es an
Scharnitzgraben-Trilogie Hühnerkogel, Scharnitzfeld und Großhansl
Skitourenwinter 2018/2019 - auf die Länge kommt es an
Höhenprofil Scharnitzgraben-Trilogie Hühnerkogel, Scharnitzfeld und Großhansl
Skitourenwinter 2018/2019 - auf die Länge kommt es an
Zirbitzkogel Triple-Traverse
Skitourenwinter 2018/2019 - auf die Länge kommt es an
Höhenprofil Zirbitzkogel Triple-Traverse

Informationen und Hinweise

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Übersichtskarte Skitourenschaukel Liesingtal
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Übersichtskarte Skitourenrunde Langteichen
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Übersichtskarte Hansl-Express
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