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Skihochtour Großer Geiger und Südl. Schlieferturm

, Barbara und Peter mit Gästen
  1. Aufstieg zur Kürsingerhütte (2548 m) von der Postalm (ca. 975 mH Aufstieg / 95 Abfahrt)
  2. Großer Geiger 3360 m über Geigerscharte (ca. 1350 mH Aufstieg/Abfahrt)
  3. Südl. Schlieferturm 3146 m durch das Kanonenrohr auf das Sonntagskees (ca. 930 mH Aufstieg / 1700 mH Abfahrt)
  4. Informaitonen und Hinweise

Schon länger stand der Große Geiger auf meiner Skitourenwunschliste. Hatten wir die Tour schon letztes Jahr im Programm der AV-Sektion Voitsberg, machte uns damals das Wetter einen Strich durch die Rechnung, mit viel Glück und Einsatz konnten wir damals noch den Großvenediger besteigen. Kurzerhand planten wir die Tour für dieses Jahr wieder, und diesmal konnten wir uns Wetter und Verhältnisse wohl nicht besser wünschen! Für Barbara und mich sollte dieses Wochenende nun doch den Abschluss der Skitourensaison bilden, nach 45 Touren für Barbara und 54 für mich, lockten jetzt die Felswände und Klettergärten, bzw. das Mountainbike schon sehr! So bildete dieses Wochenende wahrlich ein krönendes Finale unserer Skitourensaison.

Mit dabei waren bei dieser Tour Barbara, Elisabeth, Ezio, Franz, Uschi und Wolfgang.

, Aufstieg zur Kürsingerhütte (2548 m) von der Postalm (ca. 975 mH Aufstieg / 95 Abfahrt)

Die Schneelage im Hochgebirge war in dieser Saison wirklich ausgezeichnet, so erfuhren wir, dass die Auffahrt zur Postalm mit dem Nationalparktaxi, erst seit drei Tagen möglich war - glück gehabt. Praktischer Weise gibt es ja eine Materialseilbahn, mit der man, beim Hüttenaufstieg nicht benötigte Ausrüstung direkt zur Kürsingerhütte transportieren lassen kann. Durch den vielen Schnee mussten wir unser Zeugs schon mal eine Stunde bis zur Talstation der Materialseilbahn tragen. Aber diese Last fiel beim Bewegen in dieser traumhaft schönen Landschaft nicht schwer. Weiter führte unser Weg durch das Obere Sulzbachtal, das Ziel unserer Tour immer vor Augen.

Von der 'Türkischen Zeltstadt', ehemals ein stattlicher Eisbruch, ist nicht mehr viel übrig, hier wendet sich der Weg, der sich inzwischen in der Mittagssonne schon etwas zieht Richtung Großvenediger bevor es etwas später in einem Linksbogen, die steilsten Abschnitte der Flanke des Keeskogels meidend, zur Kürsingerhütte geht. Die guten Bedingungen und das gute Wetter haben viele Tourengeher angelockt - glücklicherweise war genug Bier gebunkert!

Aufstieg zur Kürsingerhütte
mit dem Gas-Pinzgauer auf die Postalm
Aufstieg zur Kürsingerhütte
wir erreichen die Materialseilbahn
Aufstieg zur Kürsingerhütte
an der ehemaligen türkischen Zeltstadt
Aufstieg zur Kürsingerhütte
das Ziel des nächsten Tages der Große Geiger im Abendlicht

, Großer Geiger 3360 m über Geigerscharte (ca. 1350 mH Aufstieg/Abfahrt)

Auf der Kürsingerhütte beginnt fast jede Tour erstmal mit einer Abfahrt. So gings um 6 Uhr in der Früh über hart gefrohrenem Schnee wieder runter in das flache Gletscherbecken des Obersulzbachkees, oberhalb der ehem. 'Türkischn Zeltstadt'. Von hier führt die Skiroute zuerst nach Westen, bevor sie sich nach SSO Richtung Großer Geier wendet. Hier gehts zuerste eine steilere Gletscherflanke hinauf, die zu ihrer orogr. linken Seite fotogene Eistürme bietet. Nach der Flanke verflacht sich der Gletscher wieder, und gibt den Blick auf die Geigerscharte frei. Der Felsabsatz unterhalb der Scharte sollte die technische Schlüsselstelle der Tour bilden. Barbara und Ezio hatten im Internet einige Schauergeschichten über diesen Abschnitt gelesen, aber wie so oft, war dann alles halb so wild. Am Fuß der Felsbariere, tauschten wir Tourenski gegen Steigeisen. Auf halber Hohe steckt sogar ein Bohrhaken als möglicher Sicherungspunkt. Nach kurzer Zeit erreichen wir die Geigerscharte. Von Süden stauten dichte Wolken heran, und zeitweise hüllten sie uns in dichten Nebel.

Ein Stück ist es von hier schon noch, ca. 200 Hm, über die teilweise steile Südflanke des Geiger Gipfelaufbaues. Nach einiger Zeit kommt das Gipfelkreuz in sicht und wir erreichen alle glücklich den Gipfel. Für Elisabeth und Uschi ihr erster Dreitausender, schon ein besonderes Erlenis!

Nachdem wir das Gipfelglück genossen hatten, machten wir uns wieder an den Abstieg, zuerst mal wieder in die Geigerscharte und zum Skidepot. Wir wählten in weiterer Folge eine alternative Abfahrtsroute, die uns schlußendlich einige Hm Gegenanstieg zur Hütte ersparte. Wir querten unterhalb der Geiger Nordwestflanke, uberwanden eine Schnee/Felsrippe die nördlich des Geigers Richtung Obersulzbachtal führt, und fuhren dann das kleine Tal das vom Obersulzbachtörl hinunter zieht ab. Hier waren wir die ersten die ihre Spuren in den großteils schönen Firn legen konnten.

Großer Geiger über Geigerscharte
steile Gletscherflanke mit fotogenem Hintergrund
Großer Geiger über Geigerscharte
Am Weg zur Geigerscharte
Großer Geiger über Geigerscharte
zwei Barbaras in der Felsstufe zur Geigerscharte
Großer Geiger über Geigerscharte
unsre Gruppe in den Felsen zur Geigerscharte
Großer Geiger über Geigerscharte
Blick in die Geigerscharte
Großer Geiger über Geigerscharte
vlnr.: Peter, Barbara, Ezio, Franz, Barbara, Uschi und Elisabeth
Großer Geiger über Geigerscharte
Blick auf die Schlieferspitze
Großer Geiger über Geigerscharte
bei der Abfahrt

, Südl. Schlieferturm 3146 m durch das Kanonenrohr auf das Sonntagskees (ca. 930 mH Aufstieg / 1700 mH Abfahrt)

Diesmal starten wir noch etwas füher, da das angestrebte Ziel ostseitig liegt, und so schon in aller Früh die Sonne ihre Wirkung tut. Wieder fuhren wir Richtung 'Türkische Zeltstadt' ab. Diesmal hielten wir uns dann aber in nordwestlicher Richtung. Eine Steilstufe in der die Abfahrtsspuren vom Vortag nun beinhart gefrohren waren, forderte volle Konzentration beim Gehen. Das spannendste Stück, das sog. 'Kanonenrohr' sollte aber noch kommen, sieht ja in der Draufsicht wirklich beeindruckend aus; glücklicherweise gab es aber eine recht gute Spur. Viele Gruppen waren in diese Richtung unterwegs, bildet doch die Besteigung von Sonntagskopf, Schlieferturm oder Schlieferspitz einen tollen abschluß von Tourentagen auf der Kürsingerhütte, da man dann bis ins Tal, und gegebenenfalls zu Materialseilbahn abfahren kann. Unterwegs entschlossen wir uns doch die etwas kürzere Variante auf den Schlieferturm zu gehen. War uns der mögliche Abfahrtszeitpukt für günstige Schneeverhältnisse dort doch aussichtsreicher, wie eine spätere Abfahrt vom zwar berühmteren, aber auch bereits wesentlich zerspurterem Schlieferspitz. So erreichten wir nach knapp vier Stunden Aufstieg unseren zweiten Dreitausender-Gipfel.

Nach kurzem Gipfelgenuß, sollte ein langer Abfahrtsgenuß folgen. Optimale Firnverhälnisse entlockten uns so manchen Freudenschrei!

Südl. Schlieferturm 3146 m durch das Kanonenrohr auf das Sonntagskees
der Große Geiger im Abendlicht
Südl. Schlieferturm 3146 m durch das Kanonenrohr auf das Sonntagskees
Das Licht der frühen Morgenstunden ..
Südl. Schlieferturm 3146 m durch das Kanonenrohr auf das Sonntagskees
.. wie immer, besonders Schön!
Südl. Schlieferturm 3146 m durch das Kanonenrohr auf das Sonntagskees
Die Gruppe am Weg zum Kanonenrohr
Südl. Schlieferturm 3146 m durch das Kanonenrohr auf das Sonntagskees
Aufstieg zum Schlieferturm
Südl. Schlieferturm 3146 m durch das Kanonenrohr auf das Sonntagskees
noch ein paar Meter zum Gipfel
Südl. Schlieferturm 3146 m durch das Kanonenrohr auf das Sonntagskees
Gipfelglück und ..
Südl. Schlieferturm 3146 m durch das Kanonenrohr auf das Sonntagskees
.. Abfahrtsrausch!

Informaitonen und Hinweise

Kürsingerhütte

Sehr schöne Hütte, hat seit 2008 ein neues sehr sympatisches Team! Kellner Tim ist selbst begeisteter Skitourengeher und gibt gerne Auskunft zu den umliegenden Skitouren! Es gibt eine Materialseilbahen, mit der man sein Gepäck auf die Hütte transportieren lassen kann!

Infobox Kontakt
Link
Eamil
Telefon +43 (0)664 512 7117

Postalm - Nationalpark Taxi

Das Obersulzbachtal liegt bereits im nationalpark Gebiet, und ist somit für PKWs gesperrt. Man kann sich aber mit dem Nationalpark Taxi 'Postalm' eine anständige Wegstrecke zu Fuß ersparen. Infos dazu auf der Seite www.postalm-energie.at.

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Eamil
Telefon +43 (0) 6565 6520