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Klettern von Mehrseillängen-Touren in Paklenica

, Barbara und Peter
  1. 'Nosorog' (IV+, 150m, ~5SL) - Einklettern direkt oberhalb des Parkplatzes
  2. 'Mosoraski' (VI, 350m, 9SL) - der erste große Klassiker in Paklenica
  3. 'Karabone' (VI-, 120m, 3SL) - DER Klassiker am Elefantenbauch
  4. Informaitonen und Hinweise

Bei unserem ersten Besuch in Paklenica konzentrierten wir uns eher auf das Sportkletten, diesmal standen ein paar klassische Mehrseillängen-Touren am Programm. Wir reisten am Mittwoch früh aus der Steiermark an, nachdem die ca. 500 km runter gespult, und die Unterkunft in der Pension Plantaza (siehe Infoteil) organisiert war, gings gleich los in den Nationalpark zum klettern. Am Nachmittag kletterten wir die Nosorog, direkt über dem Parkplatz. In den folgenden Tagen die Mosoraski am Anika Kuk und die Karabone am Stub (Elefantenbauch). Dazwischen vertrieben wir uns die Zeit in der Schlucht mit ein paar Baseclimbs, bevor es am Sonntag wieder nach Hause ging.

, 'Nosorog' (IV+, 150m, ~5SL) - Einklettern direkt oberhalb des Parkplatzes

Die Nosorog führt über den markanten Grat, den man vom hinteren Parkplatz aus, auf der linken Seite sieht, auf den/die (?) Kukovi ispod Vlake. Der Zustieg hält sich mit etwa 2 Minuten in grenzen, und so konnten wir gleich loslegen. Die Tour ist für diese Schwierigkeit wirklich schön. Wir beschlossen, vom letzten Stand, wo sich die meisten Seilschaften abseilen, noch weiter auf den Gipfel zu gehen. Spannend war dann der Abstieg. Mit Outdoor-Schlapfen durch ein Geröllfeld runtern, kein richtiger Spaß; wir mussten zusehen, dass die Knöchel heil blieben. Leider haben wir die Kammera im Auto vergessen, so gibts nur ein paar Überblicksfotos.

'Nosorog' (IV+, 150m, ~5SL)
die Nosorogführt über diesen Grat
'Nosorog' (IV+, 150m, ~5SL)
Blick in die Schlucht
'Nosorog' (IV+, 150m, ~5SL)
der Obere Teil der Packlenica Schlucht
'Nosorog' (IV+, 150m, ~5SL)
der Debeli Kuk

, 'Mosoraski' (VI, 350m, 9SL) - der erste große Klassiker in Paklenica

Beeindruckend sieht sie aus, die NW-Wand des Anika Kuk. Anders als bei den vertrauten Anstiegen im Grazer Bergland, ist die Wand hier nicht von Grasbändern und größeren Absätzen unterbrochen, 350 Meter zieht sie steil nach oben. Wir haben uns die Mosoraski vorgenommen, einen der klassischen Anstiege durch diese Wand, wir können es kaum glauben - hier soll eine Tour meist 4 und 5 und einer 6er Länge rauf gehen?!

Über ein paar steilere Schroffen erreichen wir den Einstieg bei einem riesigen Gedenkkarabiner. Zwei Seilschaften klettern schon weiter oben, hinter uns ist es aber glücklicherweise noch ruhig. Die Tour ist üblicherweise stark frequentiert, ein früher Einstieg lohnt sich durchaus. Barbara beginnt die erste Seillänge zu klettern. Nicht viele Touren haben wir diesen Sommer unternommen, da schlagen sich die gehörigen Bohrhakenabstände auch im leichteren Gelände gleich etwas aufs Gemüt. Die erste Länge führt bis zu dem markanten dickeren Baum, den man vom Einstieg am Ende eines breiteren Risses sieht. Mit einem 50 Meter seil geht sich das nur mit etwas nachklettern aus! Die Kletterei ist an sich sehr schön, in der vierten Seillänge heißt es die Orientierung nicht verlieren, die Begehungsspuren helfen hier etwas bei der Entscheidung in welche Richtung wohl weiter geklettert werden soll. Dann steilt sich die Wand weiter auf, bevor es über eine leichtere Länge zur Schlüsselseillänge geht. Eine Riss-Verschneidung, gute 50 Meter lang. Hier stecken glücklicherweise mehr Haken. Mit dem Rucksack auf dem Rücken muss man sich schon mal etwas verbiegen. Vom Stand kurz unter dem leichten Überhang, der das Ende der Verschneidung bildet, kann man schöne Tiefblickfotos vom Nachsteiger machen.

Die beiden letzten Längen, wieder leichter, sind auch noch schön zu klettern, am Ausstieg scheint uns die Sonne ins Gesicht. Wir sind froh die ganze Zeit im Schatten gewesen zu sein, mit der Sonne ist es gleich erheblich wärmer, und am Nachmittag brennt die Sonne in die Wand. Wir freuen uns diese tolle Wand gemeinsam Durchstiegen zu haben!

'Mosoraski' (VI, 350m, 9SL)
Barbara 2te SL
'Mosoraski' (VI, 350m, 9SL)
Barbara 2te SL
'Mosoraski' (VI, 350m, 9SL)
Barbara 2te SL
'Mosoraski' (VI, 350m, 9SL)
Seilschaft in der Albatros
'Mosoraski' (VI, 350m, 9SL)
Barbara in der 4ten SL
'Mosoraski' (VI, 350m, 9SL)
Barbara in Schlüssel-SL
'Mosoraski' (VI, 350m, 9SL)
Barbara in Schlüssel-SL
'Mosoraski' (VI, 350m, 9SL)
Barbara in der letzen SL
'Mosoraski' (VI, 350m, 9SL)
Barbara in der letzen SL
'Mosoraski' (VI, 350m, 9SL)
Mein kleiner schau ins Land
'Mosoraski' (VI, 350m, 9SL)
Der Abstieg ist gut Markiert
'Mosoraski' (VI, 350m, 9SL)
Anika Kuk NW-Wand

, 'Karabone' (VI-, 120m, 3SL) - DER Klassiker am Elefantenbauch

Unsere Füße waren nun nach drei Tagen klettern, durch die engen Kletterschuhe, schon etwas mitgenommen - fehlt heuer doch die Hornhaut an den empfindlichen Stellen. Dennoch konnte ich Barbara noch zu einer kurzen Tour am 'Stub' überreden. Die Klassiker sind alle sehr schön an den Einstiegen markiert, und so ist das finden Selbiger kein Problem.

Schon die ersten Meter sind dann gleich mal schön steil, und wenn mann dann in die Verschneidung kommt, der die Route großteils folgt, ist man schon gut Aufgewärmt. Laut Topo sollten es vier Seillängen bis auf den Absatz sein, der das obere Ende des Elefantenbauches bildet. Anscheinend wurden die Stände im Zuge einer Sanierung aber etwas verlegt, die Schlüsselstelle wartet jetzt schon in der zweiten Seillänge - in der man lt. Topo noch auf IVb eingestellt ist. Die markannte verschneidung verflacht, oder besser versteilt, sich zu einer steilen Platte mit ein paar senkrechten Wasserrillen. Die nun letzte Länge kann man direkt über die Platten (6a), oder nach einer kurzen Querung in einen breiten Riss, in Selbigem (5a) klettern!
Von hier kann man eine Route auf den Anika Kuk anschließen, oder, so wie wir an diesem Tag, über die Abseilpiste zwei mal 40 Meter Abseilen.

'Karabone' (IV-, 120m, 3SL)
Der Einstieg ist hübsch markiert
'Karabone' (IV-, 120m, 3SL)
Blick vom ersten Stand nach unten
'Karabone' (IV-, 120m, 3SL)
Barbara kurz vom 1. Stand
'Karabone' (IV-, 120m, 3SL)
Barbara in der Schlüsselstelle
'Karabone' (IV-, 120m, 3SL)
Barbara in der Schlüsselstelle
'Karabone' (IV-, 120m, 3SL)
Barbara am Ausstieg
'Karabone' (IV-, 120m, 3SL)
Karabone entlang der großen Verschneidung
'Karabone' (IV-, 120m, 3SL)
Stub - der Elefantenbauch
'Karabone' (IV-, 120m, 3SL)
Baseclimbs in der Schlucht
'Karabone' (IV-, 120m, 3SL)
CiK - Chaos im Kofferraum
'Karabone' (IV-, 120m, 3SL)
Zeit für Romantik I
'Karabone' (IV-, 120m, 3SL)
Zeit für Romantik II

Informaitonen und Hinweise

Pension Plantaza

Wir haben Aufgrund eines Hinweises auf www.bergsteigen.at in der Pension Plantaza übernachtet. Wir können die positive Bewertung nur bestätigen. Die Lage ist schön, nur ein paar Meter um sich nach dem Klettern noch Füße im Meer zu kühlen, das Frühstück ist auch ok - abgesehen vom Kaffee (da sollte man lieber auf Schwarztee zurück greifen). Für ein Doppelzimmer mit Frühstück haben wir pro Person 21 Euro (also insg. 42 Euro) pro Nacht bezahlt. Es gibt auf dem selben Areal wie die Pension auch einen Campingplatz und ein Apartement-Haus; alles gehört zu 'Plantaza'!

Zum Abendessen waren wir ein paar mal in der Pizzaria Tomato, direkt an der Straße im Ort. Die Pizza ist wirklich gut, und der Pizzakoch ist ein hit!

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Nationalpark Paklenica

Der Nationalpark Paklenica ist sehr gut organisiert und ausgestattet. Seit unserem letzen Besuch 2005 hat man direkt in der Schlucht in die Felsen eine Toilettenanlage und eine Souvenirshop, wo es auch Getränke und Automatenkaffee gibt, 'gesprengt' - echt praktisch, und vor allem olfaktorisch mitgedacht, denn würden alle Leute die in der Schlucht verkehren, ihr Häufchen ... nein ich will es mir gar nicht vorstellen ;-)

Etwas vesteckt findet man auf der Webseite auch die aktuell gültigen Eintritspreise für den Nationalpark!

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