halbtransparentes strassnig.at Logo strassnig.at - die Berg- und Sportseite von Barbara und Peter Strassnig

Klettergurt Black Diamond Focus - im Praxistest

, getested von Peter
  1. Funktionel
  2. Kompfortabel
  3. Fazit
  4. Impresionen
  5. Informaitonen und Hinweise
Bergfreunde.de

Das aktuelle Modell des Black Diamond Focus macht schon bei der ersten Begutachtung einen sehr hochwertigen Eindruck. Sehr ansprechend ist die Farbgebung, verschiedene angenehme Grüntöne in Kombination mit Grau sehen wirklich schick aus, und irgendwie mal etwas anderes.

Funktionel

Die Außenseite der Beinschlaufen und Teile des Hüftgurtes sind an den neuralgischen stellen mit einem besonders abriebfesten, dem sog. Bombshell, Material versehen, was den Gurt vor Verschleiß bei intensivem Felskontakt in Kaminen oder Rissen schützt. Die vorgeformten Materialschlaufen bieten viel Platz um die Ausrüstung sauber geordnet unterzubringen. Die Schlaufen sind nach unten hin nach außen gebogen und somit funktioniert das aus- und einhängen von Express-Schlingen, Friends und Klemmkeilen immer sehr leicht.

Hinten am Hüftgurt ist noch eine robuste Schlaufe zum nachziehen von Seilen, z.B. für den Haulbag bei Bigwalls, angebracht. Ich verwende diese Schlaufe auch oft um die Zustiegsschuhe beim Klettern von Mehrseillängen-Routen dort anzuhängen, wenn man doch mal einen Fußabstieg vor sich hat, aber nicht unbedingt einen Rucksack mitnehmen muss, da man zum Einstieg zurückkommt. Mit dieser Schlaufe die lt. Hersteller eine Haltekraft von doch immerhin 12 kN (1200 kg) sollten die Schuhe nicht abhanden kommen ;-) Zusätzlich ist an der Rückseite des Gurtes noch ein längliches Band zum befestigen des Chalkbags angebracht, auch nicht unpraktisch.

Kompfortabel

Hüftgurt und Beinschlaufen sind sehr gut gepolstert und auch sehr breit, was zu einem sehr guten Tragekomfort führt. Der Hüftgurt ist am oberen Rand sogar noch mal mit einem weichen Material versehen was zusätzlich angenehm ist. Im Falle eines Sturzes werden durch die Stabilität und Polsterung die Kräfte auch sehr gleichmäßig auf den Körper übertragen.

Bei der Kletterwoche die wir im Sommer in Val di Mello verbrachten, lernte ich den Komfort des Gurtes in vielen Schlingenständen wirklich zu schätzen. Wenn es hier nirgends zwickt und zwackt kann man sich 100% auf das Sichern seines Partners konzentrieren! Ein kleiner Nachteil den dieser Komfort mit sich bringt ist, dass der Gurt beim Verpacken doch insgesamt etwas steifer und voluminöser ist.

Praktischist auch, dass jede Beinschlaufe mit einem Gummiband versehen ist, und sich so genau auf den Beinumfang anpasst, auch wenn man mal unterschiedlich dicke Kletterhosen an hat. Beim Kauf sollte man hier jedoch darauf achten, dass das Verhältnis zwischen Hüft und Beinumfang passt. Bei mir geht es sich mit dem Gurt der Größe M gerade so aus, dass ich den Gurt um die Hüfte voll zu ziehen muss, bei den Beinschlaufen bin ich etwa bei der Hälfte der maximalen Dehnfähigkeit der elastischen Bänder. Grundsätzlich finde ich diese ?elastischen' Beinschlaufen super, da sie zum einen leichter sind als verstellbare Beinschlaufen mit einer Schnalle und zum anderen auch weniger aufträgt.

Als etwas fummelig empfinde ich die Schnalle am Hüftgurt, die ist zwar sehr schön gearbeitet, wenn man zum lösen jedoch die untere von der oberen schnalle etwas auseinander drücken muss, dann flutscht das nicht immer gleich auf Anhieb.

Was mich eigentlich etwas erstaunt hat, ist dass sich das Obermaterial an der Innenseite der rechten Beinschlaufe schon jetzt, nach noch nicht soooo intensivem Einsatz, begonnen hat etwas aufzuscheuern, genau dort, wo meine Kletterhose eine Naht hat. Sicherheitstechnisch natürlich kein Problem, aber dennoch hätte ich das eigentlich nicht erwartet.

Prinzipiell ist der Gurt hauptsächlich auf Sportklettern bzw. Alpines Sportklettern ausgelegt, und dazu auch sehr gut geeignet. Für Hoch- oder Wintertouren wäre er mir mit einer Menge warmer Bekleidung darunter auch etwas sperrig.
Was noch dazu kommt, dass sich die Anseilschlaufe nicht zentrieren lässt, was dazu führt, dass die Materialschlaufen auf der einen Seite immer weiter nach vor wandern und auf der anderen immer weiter nach hinten, je dicker die Bekleidung wird. Für solche zwecke gibt es Gurtmodelle wo der Hüftgurt auf dem Gurtband beweglich ist und somit immer angepasst werden kann, aber die eierlegende Wollmilchsau gibt es, wie in vielen anderen Bereichen, auch hier nicht!

Fazit

Der Black Diamond Focus ist ein qualitativ hochwertiger Klettergurt der idealerweise zum Sportklettern bzw. zum klettern von Alpin- und Sportklettertouren geeignet ist. Der Gurt ist wirklich sehr komfortabel zu tragen und auch längere Zeiten im Gurt hängend, z. B. in Schlingenständen, lassen sich gut aushalten. Durch das robuste Obermaterial ist der Gurt auch sehr langlebig. Das Klettermaterial kann gut verstaut werden und ist leicht ein- und auszuhängen. Als einzigen kleinen Nachteil sehe ich die etwas fummelige Schnalle am Hüftgurt. Vielleicht hab ich aber einfach den richtigen Kniff noch nicht raus.

Impresionen

Yeti Viper Praxistest
Ein edles Teil mit ...
Yeti Viper Praxistest
...vielen funktionellen Details
Yeti Viper Praxistest
vorgeformte Materialschlaufen
Yeti Viper Praxistest
zusätzliche Schlaufen für schwerere und leichtere Ausrüstungsgegenstände
Yeti Viper Praxistest
elastische Größenverstellung für die Beinschlaufen
Yeti Viper Praxistest
So lässt sich alles gut und übersichtlich verstauen
Yeti Viper Praxistest
Sicherheit in allen ...
Yeti Viper Praxistest
... klettertechnischen#Lebenslagen

Informaitonen und Hinweise

Infobox - Weiterführende Links
Linksymbol Übersicht über die von uns getesteten Produkte
Linksymbol DER Bersportausrüstungs Onlineshop