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Skitour Längentaler Weißer Kogel 3217m und Hoher Seeblaskogel 3235m

, Peter mit Bärbel u. Hans Penz, Christoph Strauß
  1. Aufstieg zum Westfalenhaus (2272m) und Nachmittagsschwingen (ca. 1130 mH Aufstieg / 530 Abfahrt)
  2. Längentaler Weißer Kogel 3217m (ca. 1600 mH Aufstieg/Abfahrt)
  3. Hoher Seeblaskogel 3235m vom Westfalenhaus (ca. 1280 mH Aufstieg / Abfahrt)
  4. Informaitonen und Hinweise

Der Ausflug auf das Westfalenhaus war eigentlich als Tour der Alpenvereins-Jugend Voitsberg ausgeschrieben. aus Teilnehmermangel wurde sie kurzerhand in ein privates Unternehmen umdeklariert. Vor Ort war ich über diesen Umstand dann aber recht froh, da durch die schlechte Wettervorhersage und die angespannte Lawinensituation zu dieser Zeit rund um das Westfalenhaus, die Verantwortung bei ehrenamtlich geführten Touren doch recht groß gewesen wäre, und ich mit einer großen AV-Gruppe wahrscheinlich auf max. einen der erreichten Gipfel gegangen wäre.

Mit einem kleinen Team erfahrener Tourengeher lassen sich hier Entscheidungen leichter treffen und durch gemeinsames Abwägen der verschiedenen Einflüsse, das Risiko besser kalkulieren.

So trafen sich Christoph und ich, nach knapp 6 stündiger Auto fahrt, mit Hans und Bärbel in Lüsens um uns auf den Weg zur Hütte zu machen.

, Aufstieg zum Westfalenhaus (2272m) und Nachmittagsschwingen (ca. 1130 mH Aufstieg / 530 Abfahrt)

Praktisch auf der gesamten fahrt von Graz nach Tirol hatte es geschneit bzw. stark geregnet, und wie durch ein kleines Wunder, hörte es im Raum Innsbruck auf und in Lüsens zwinkerte sogar die Sonne zwischen den Wolken hindurch. So konnten wir recht entspannt den Aufstieg zum Westfalenhaus in Angriff nehmen.

Zuerst entlang der Langlaufloipe in Richtung des beeindruckenden Talschlusess bis zur Materialseilbahn. Diese transportiert auf Wunsch den schweren Rucksack auf die Hütte. Der Weg biegt nun nach Westen ins Längental. Über Nacht hat es geschneid, und nach kurze Zeit kommt uns bereits eine, von den pulvrigen Abfahrtsbedingungen, begeisterte Gruppe entgegen. Kurz nach Mittag erreichen wir die Hütte und werden, obwohl es unser erster Besuch ist, sehr herzlich empfangen. Der Wetterbericht scheint doch einige Abgeschreckt zu haben, so sind wir an diesem Tag die einzigen Gäste, und können uns den kuscheligen Platz am Kachelofen sichern.

Nach einer kleinen Mittagspause beschießen wir noch ein Stück Richtung Münsterhöhe, bzw. Seetalspitze aufzusteigen. Wir gehen bis zum Kartenpunkt 2580. Es hat etwas aufgeklart und wir können die sehr schöne landschaft genießen. Von erwähnten punkt, unserem Nachmittagsgipfel, schwingen wir in wunderschönem pulverschnee zur Hütte.

Aufstieg zum Westfalenhaus
auf dem Weg Richtung Talschluß
Aufstieg zum Westfalenhaus
Christoph beim Hüttenaufstieg
Aufstieg zum Westfalenhaus
Bärbel und das Westfalenhaus
Aufstieg zum Westfalenhaus
Hans und Christoph
Aufstieg zum Westfalenhaus
Bärbel kurz vorm Nachmittagsgipfel
Aufstieg zum Westfalenhaus
Bärbel bei der Abfart
Aufstieg zum Westfalenhaus
Blick zur schöntalspitze
Aufstieg zum Westfalenhaus
Blick zurück auf unsere Abfahrtsspuren

, Längentaler Weißer Kogel 3217m (ca. 1600 mH Aufstieg/Abfahrt)

Diesmal hielt der Wetterbericht was er versprach, in der früh sollte es noch neblig sein und gegen Mittag aufreißen. Der Aufstieg beginnt hier mit einer Abfahrt, zuerst von der Hütte ins Längental. Dann kann man das Ziel fast nicht mehr verfehlen. Im oberenen Längental gibt es ein paar übriggebliebene Gletschermoränen, die von früheren, gletschermäßig besseren Tagen, zeugen, diese kann man im Winter aber nutzen um die Spur so zu wählen dass sie nicht möglichen Lawinen von den beiden Talflanken bedroht wird. Wir spuren bis unter die Gipfelflanke, die wir dann aber etwas zu weit rechts angehen, dort wird uns die Schneehöhe und -beschaffenheit doch etwas zu riskant wird und wir vorerst abzufahren.

Diese 'erste' Abfahrt ist schon ein reiner hochgenuß. So schön dass ich Hans überreden kann, nochmal ein Stück aufzusteigen. Im Zuge dessen, sehen wir dass ein Einheimischer eine Spur weiter links auf das Joch zwischen Bachfalenkopf und Weißer Kogel gelegt hat, und da gab es für uns dann kein halten mehr, der schon verloren geglaubte Gipfel konnte jetzt doch noch möglich sein. Wir erreichen das Joch, ein eisiger Wind bläst uns von der gegenüberliegenden Seite entgegen, Hans, der vor Jahren schon auf diesem Gipfel war, beschließt am Joch zu bleiben, und ich gehe alleine die restlichen paar Höhenmeter weiter. Oben erwartet mich eine Traumhafte Aussicht über die tief verschneiten Stubaier Alpen. Nach kurzer Photosession, mache ich mich fertig für die Abfahrt und fahre erstmal zu Hans aufs Joch. Von dort können wir jetzt nochmal traumhafte Schneeverhältnisse in traumhafter alpiner Landschaft zu genießen.

Der Gegenanstieg zur Hütte bildet noch einen anständigen Geschmacksverstärker für das auf der Hütte wartende Bier ;-)

Längentaler Weißer Kogel
Blick auf den/das Vorderes Hinterbergl
Längentaler Weißer Kogel
die erste Abfahrt
Längentaler Weißer Kogel
Hans bei der Abfahrt
Längentaler Weißer Kogel
Christoph bei der Abfahrt
Längentaler Weißer Kogel
Bärbel bei der Abfahrt
Längentaler Weißer Kogel
Hans beim Wiederanstieg...
Längentaler Weißer Kogel
... im Hintergrund, der Längentaler Weißer Kogel
Längentaler Weißer Kogel
Blick ins Joch und auf den Hinteren Brunnkogel
Längentaler Weißer Kogel
ich war auch dabei
Längentaler Weißer Kogel
Blick ins Längental
Längentaler Weißer Kogel
Blick auf den Hohen Seeblaskogel mit dem Grüne Tatzen Ferner
Längentaler Weißer Kogel
Blick zurück von der Hütte

, Hoher Seeblaskogel 3235m vom Westfalenhaus (ca. 1280 mH Aufstieg / Abfahrt)

Die Entscheidung wohin wir an diesem Tag gehen sollten, machten wir uns nicht leicht. Grundsätzlich würde es uns schon auf den Seeblaskogel ziehen, aber die ersten 400 mH aus dem Längental sind lawinenmäßig nicht unproblematisch; als Option stünde noch das Winnebacherjoch zur Verfügung, am Ende aber auch wieder steil und die aussicht auf einen Gipfel gering.
Wir machen die Entscheidung vom aktuellen Lawinenlagebericht abhängig, den ich am Hüttentelfon nochmal abhöre. Danach soll sich die Situation in den für uns signifikanten expositionen auch im Hochgebirge entspannt haben. Wir beschließen nun doch auf den Hohen Seeblaskogel zu gehen. Die oben erwähnte Steilpassage begehen wir extrem defensiv, große Abstände, besonders kritische Teile überhaupt einzeln von Checkpoint zu Checkpoint. Und so erreichen wir den flacheren und somit sichereren Grünen Tatzen Ferner. Leute die uns folgen, und nun eine Spur vorfinden, nehmens mit der Vorsicht nicht mehr ganz so ernst, aber wenn schon eine Spur da ist ....

Am Grüne Tatzen Ferner wehen uns teilweise heftigste Windböhen entgegen, die es einem oft schwer machen auf den Beinen zu bleiben. Kurz vor dem Joch unter dem Gipfel holen uns die nachfolgenden Personen ein, ein paar Einheimische. Zuerst sind wir froh die Spurarbeit abzugeben, dann aber zaudern die Kollegen doch etwas herum und ich gehe doch wieder vor. Kurz nach dem Sattel, habe ich das Gefühl, dass es vielleicht ohne Ski leichter wäre hinauf zu stapfen; das geht nun zwar einige Meter gut, aber dann Stecke ich oft bis zum Bauch im Schnee und wühle mich weiter - was gar nicht wenig anstrengend ist. Die letzten Meter zum Gipfel noch über ein kleines Felsgrätchen, und dann ist der Gipfel erreicht.
Dei Abfahrt ist an diesem Tag nicht mehr ganz so berauschend, teilweise ziemlich 'gführig', aber mit einem schönen Gipfel in der Tasche passts dann auch.

Zurück auf der Hütte wird unsere Entscheidung, heute nicht auf das Winnebacherjoch zu gehen, noch besätigt, wir erfahren, dass es dort einen kleinen Lawinenabgang gegeben hat, eine Person bis zum Bauch im Schnee steckte aber zum Glück nur die Ski dort zurück blieben - also gut möglich dass im Frühjahr am Winnebacherjoch ein Paar Tourenski zu finden ist!

Hoher Seeblaskogel
Aufstieg aus dem Längental
Hoher Seeblaskogel
Hans im Steilstück
Hoher Seeblaskogel
Christoph bläst ein eisiger Wind entgegen
Hoher Seeblaskogel
Blick vom Gipfel ins Joch
Hoher Seeblaskogel
ich am Gipfel
Hoher Seeblaskogel
Die Nachfolger stürmen den Gipfel
Hoher Seeblaskogel
Bei der Abfahrt noch ein kleines Brett
Hoher Seeblaskogel
Vor der Abfahrt ins Tal

Informaitonen und Hinweise

Westfalenhaus

Auf der Hütte fühlten wir uns von Anfang an Wohl und willkommen, Rinaldo, Raphaela und Co, bemühen sich wirklich um ihre Gäste. Wir kommen sicher wiedermal auf einen Besuch vorbei!

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