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Expedition Cho Oyu - Traum und Tragödie - Spendenaktion für Familie von Verünglückten Sherpa

, Peter mit Andy Peisser

Im Frühjahr dieses Jahres brachen meinem Freund Andy Peisser und ich zu einem unserer bisher größten Bergabenteuer auf.
Gemeinsam wollten wir versuchen den 8200 Meter Hohen Cho Oyu, im Grenzgebiet zwischen Tibet und Nepal, zu besteigen. Andy und ich haben 1991 gemeinsam mit dem Bergsteigen begonnen. Andy ist seit 20 Jahren Profi-Bergführer und lebt mit seiner Familie in Frankreich. Gemeinsam haben wir schon die eine oder andere anregende Bergfahrt unternommen. Gemeinsam auf dem Gipfel eines 8000ers zu stehen, wäre die Erfüllung eines Traumes gewesen.

Wir wollten die Besteigung möglichst fair gestalten, ohne zusätzlichen Sauerstoff und ohne Unterstützung von Hochträgern. Trotzdem geht es ohne Agentur wegen der aufwendigen Organisation einer solchen Expedition nicht. Wie schon letztes Jahr am Mustagh Ata, waren wir auch diesmal wieder mit Summitclimb unterwegs. Wir entschlossen uns, das Unternehmen mit 'Base Camp Service' durchzuführen. D. h. das wir bis inklusive Base Camp voll versorgt wurden, ab Basecamp waren wir aber eigenständig und vor allem eigenverantwortlich unterwegs. Insgesamt waren wir Teil einer zehnköpigen Expedition.

Schon bei den ersten Blicken die wir von Tingri aus auf den Cho Oyu werfen konnten, ließ sich erahnen, dass die Verhältnisse in diesem Frühjahr nicht gut waren, wenig Schnee, viel Blankeis. Während den Aufenthalten in den verschiedenen Lagern und während unseren Akklimatisationsaufstiegen hatten wir auch viel Kontakt mit unserer Sherpa Mannschaft. Sie ist für das Wohl der Gruppe in den Camps aber vor allem auch für den Aufbau der Hochlager (für die Full-Service-Teilnehmer) und das Einrichten der Fixseile für die Expedition verantwortlich. Gemeinsam mit unseren Sherpas spurten wir zum Lager 1, Andy und ich versicherten den in dieser Saison sehr schwierigen Eisfall am Weg ins Lager 2, da die Sherpas für solch technische Schwierigkeiten das technische Können sowie auch die Ausrüstung fehlte.

Alles lief wie am Schnürchen. Zumindest bis zum 30. April. Wir waren gerade zur Erholung in Tringri, als uns unser Expeditionsleiter mitteilte, dass Phujung Bothe, der Chef unseres Sherpa Teams am Vortag auf einer Höhe von etwas 7000 Metern tödlich abgestürzt ist. Er war beim verlegen von Fixseilen ausgerutscht und 50 Meter in eine Geltscherspalte gestürzt. Seine Sherpa Kollegen haben sich zu ihm abgeseilt, konnten aber nur noch den Tot feststellen. Diese traurige Nachricht traf Andy und mich sehr. Phujung war um die 40 Jahre alt und hatte drei Kinder im Alter zwischen 8 und 13 Jahren. Wie es der Familie in diesen Stunden gehen musste, wollten wir uns gar nicht vorstellen. Für uns waren in diesem Moment zwei Dinge klar, zum Einen, dass wir keinesfalls einen weiteren Aufstieg unternehmen - kein Berg ist es wert um über Leichen zu gehen! Zum Anderen, dass wir unbedingt versuchen würden die Familie finanziell zu unterstützen - bei einer Sherpa Familie hängt im Allgemeinen alles am Einkommen des Mannes.

Mit diesem Schreiben möchte ich Dich um einen Beitrag zur Hilfe für die Familie von Phujung bitten, um seine Frau zu unterstützen und den Kindern eine adäquate Schulbildung zu ermöglichen. Dazu haben wir nachfolgendes Spendenkonto eingerichtet:

Hilfe für Familie Bhote
IBAN: AT02 3848 7001 0002 0008
BIC: RZSTAT2G487

Damit das Geld auch dort hin kommt wo es soll, arbeiten wir mit dem Chef von Summitclimb, Felix Berg, zusammen, der sich persönlich darum kümmern wird, dass das Geld bei der Familie ankommt!

Vielen Dank für Deine Unterstützung!

Spendenaktion für Familie von Phujung Bhote
Am Gipfel des Cho Oyu zu stehen sollte für Andy und mich die Erfüllung eines Traumes werden ..
Spendenaktion für Familie von Phujung Bhote
Bei der Puja baten wir die Götter uns wohlgesonnen zu sein ... Phujung als dritter von rechts
Spendenaktion für Familie von Phujung Bhote
Phujung (rechts) immer um uns bemüht
Spendenaktion für Familie von Phujung Bhote
Phujung (rechts) im Camp 1, einen Tag vor seinem Tod

Informationen und Hinweise

Infobox - Weiterführende Links
Linksymbol Blog-Eintrag von Summitclimb zum Unfall