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Mount Kenya - Point Lenana (4985 m)

, Barbara und Peter
  1. Met Station - Macinders Camp (ca. 1110 mH Aufstieg, 10 mH Abstieg, ca. 5 Std. 45 Min)
  2. Macinders Camp - Austrian Hut (ca. 565 mH Aufstieg, 5 mH Abstieg, ca. 2 Std. 30 Min)
  3. Austrian Hut - Point Lenana (4985 m) - Met Station (ca. 205 mH Aufstieg, 1820 mH Abstieg, ca. 4 Std. 10 Min)
  4. Informaitonen und Hinweise

Der Mount Kenya sollte den zweiten bergsteigerischen Abschnitt unserer Hochzeitsreise bilden. Nachdem wir uns auf Safari im Lake Manyara- und Tarangire Nationalpark, und im Ngorungoru Krater drei Tage lang durchschütteln haben lassen, und mit dem Bus von Arusha nach Nairobi gefahren sind, trafen wir dort Ronaldo, der für uns den Mount Kenya Trip organisiert hat. Am Tag darauf, gings von Nairobi zum Fuß des Mt. Kenya in die Naro Moru River Lodge, wo wir vor unserer Tour nochmals übernachteten. Fast die ganze Fahrt von Nairobi zum Mt. Kenya regnete es, und uns wurde schon angekündigt, dass es am Berg recht viel Schnee haben sollte. 'Was verstehen Afrikaner schon unter VIEL Schnee!?' dachten wir uns und wollten uns die Sache selbst ansehen.

, Met Station - Macinders Camp (ca. 1110 mH Aufstieg, 10 mH Abstieg, ca. 5 Std. 45 Min)

Am nächsten Tag gings los, mit dem Geländewagen bis zur Metstation, so der Plan. Die 'Straße' vom Nationalpark Gate zur Metstation ist oft in schlechtem Zustand. Um so mehr erstaunte es uns, dass plötzlich in einer Rechtskurve ein Autobus stand. Die Betonung liegt auf 'stand' denn er wurde einfach dort stehen gelassen, wo es für ihn kein Weiterfahren mehr gab, und die Gruppe machte sich auf zum Berg. Leider war der Rest der freien Straße zu viel für die Fahrkünste unseres Fahrers und nach ein paar vergeblichen Versuchen den Landrover mit durchdrehenden Rädern über die Steilstufe zu schaffen, war das dann doch die Endstation. Glücklicherweise waren es nur noch ca. 500 Meter bis zu Metstation.

Am Mount Kenya waren schon wesentlich weniger Touristen unterwegs als wir das am Kili erlebt hatten. Auch die Wege sind noch wesentlich ursprünglicher, teilweise eine ziemlich Morastige angelegenheit. Als wir den Regenwald verließen und in einer hochmoorartigen Landschaft unterwegs waren, dauerte es auch nicht lange und die dunklen Wolken zogen herauf, Zeit für den Regenumhang. Am restlichen Weg zum Macinderscamp sollten uns noch einige mehr oder weniger lange Regenschauer begleiten. Erst als wir schon längst auf der Hütte waren, kurz vor Sonnenuntergang, rissen die Wolken etwas auf. Das Macinderscamp an sich ist keine Hütte wie man sie Bei uns kennt, drei große Räume mit ca. 25 Stockbetten pro Raum bilden die Schlafräume für die Touristen, und ein langer Gang mit Tischen dient als Speisesaal. Stirnlampe oder ähnliches nicht vergessen, es gibt kein Licht -(höchstens ein paar Petroleumlampen, die die Luft mit Benzingestank erfüllen! Wir hatten für die Nacht glücklicherweise einen Fensterplatz und hatten so etwas frische Luft.

Aufstieg von der Met Station zum Macinders Camp
Endstation für unseren Land Rover
Aufstieg von der Met Station zum Macinders Camp
auf gehts in den Regenwald ...
Aufstieg von der Met Station zum Macinders Camp
... der seinem Namen gerecht wird!
Aufstieg von der Met Station zum Macinders Camp
das Macinders Camp

, Macinders Camp - Austrian Hut (ca. 565 mH Aufstieg, 5 mH Abstieg, ca. 2 Std. 30 Min)

Für den zweiten Tag war nur der Aufstieg zur Austrian Hut geplant, eine kurze Etappe. Nach unserer Ankunft dort, machten sich Babsi und ich gleich auf den Weg zum Einstieg der Klettertour auf den Nelion. Wir querten den Lewis Gletscher und bauten dann am Weg zum Einstieg jede Menge Steinmänner die uns in der kommenden Nacht den Weg zum Einstieg weisen sollten! Dieser nimmt etwa eine Stunde in anspruch. Der Einstieg war gefunden, ich kletterte auch schon mal die ersten beiden Seillängen seilfrei rauf, und unser Optimismus die Tour durchführen zu können stieg stetig. Der Fels war zumindest im unteren Teil schneefrei und trocken. Nach einer kleinen Trinkpause machten wir uns auf den Rückweg zur Hütte.

Etwa eine Stunde nach unsrer Rückkehr, begann es zu regnen, kurz darauf zu graupeln und bald zu schneien. Es wollte einfach nicht aufhören, den ganzen Nachmittag ging es so weiter, und erst nach Einbruch der Dunkelheit solle es nachlassen. Insgesamt waren doch einige Zentimeter Schnee zusammen gekommen, genug um der Umgebung ein winterliches Bild zu verleien. Wir wußten, dass wir unseren Plan, bei Tagesanbruch am Einstieg zu sein vergessen konnten, denn der Schnee würde über Nacht nicht Weg tauen. Ich stand zwei mal auf um zu sehen wie sich die Lage entwickelt, es war zwar inzwischen klarer geworden, aber bitter kalt.

Aufstieg von der Met Station zum Macinders Camp
Abendstimmung am Macinders Camp
Aufstieg von der Met Station zum Macinders Camp
Rechts der Point John
Aufstieg von der Met Station zum Macinders Camp
Kenyas größter Gletscher der Lewis Gletscher
Aufstieg von der Met Station zum Macinders Camp
Ankunft bei der Austrian Hut
Aufstieg von der Met Station zum Macinders Camp
schöner als erwartet :-)
Aufstieg von der Met Station zum Macinders Camp
der Einstieg zur Normalroute auf den Nellion
Aufstieg von der Met Station zum Macinders Camp
doch dann kam der Schnee
Aufstieg von der Met Station zum Macinders Camp
und es schneit und schneit

, Austrian Hut - Point Lenana (4985 m) - Met Station (ca. 205 mH Aufstieg, 1820 mH Abstieg, ca. 4 Std. 10 Min)

Kurz vor Sonnenaufgang kroch ich wieder aus meinem Schlafsack, rein in Babsis Daunenjacke und raus, Lage checken. So erlebte ich zwar einen tollen Sonnenaufgang, aber leider war bald klar, die Klettertour auf den Nelion konnten wir vergessen.

So machten wir uns dann nach kurzem Frühstück auf zum Point Lenana, dem Wandergipfel des Mount Kenya. Nach etwas mehr als einer halben Stunde standen wir dann auch am Gipfel, schlappe 15 Meter fehlen auf einen 5000er, aber die Statistik ist grausam :-( Lanschaftlich ist der Gipfel aber wirklich schön, sieht man doch Nelion in seiner ganzen Pracht, und rundum in die Täler von denen andere Routen herauf führen.

Knappe 5/4 Stunden nach verlassen der Hütte trafen wir wieder dort ein. Nach kurzer Besprechung mit unserer Gruppe stand fest, wir steigen nicht nur bis ins Macinderscamp, ca. 1 Stunde, ab, sondern gleich direkt bis zur Metstation. Gesagt getan. In zügigem Schritt brauchten wir von der Austrian Hut bis zu Metstation ca. vier Stunden. Das Hochmoor war durch die Niederschäge des Vortages noch etwas mooriger und im Regenwald hat es dann nochmals richtig geregnet. Wir waren froh danach wieder ein festes Dach über dem Kopf zu haben. Nach zwei Stunden Mittagsschlaf im kuscheligen Schlafsack sah die Welt gleich wieder anders aus!

Aufstieg von der Met Station zum Macinders Camp
Nelion mit Neuschnee bei Sonnenaufgang
Aufstieg von der Met Station zum Macinders Camp
Sonnenaufgang von der Austrian Hut aus
Aufstieg von der Met Station zum Macinders Camp
zum Trost auf den Point Lenana
Aufstieg von der Met Station zum Macinders Camp
ist aber auch ein schöner Gipfel
Aufstieg von der Met Station zum Macinders Camp
beim Abstieg ist das Wetter schon wieder schlecht
Aufstieg von der Met Station zum Macinders Camp
der Abstieg zur Metstation ist eine schlamige Angelegenheit
Aufstieg von der Met Station zum Macinders Camp
dann kommt auch noch der Regen im Wald
Aufstieg von der Met Station zum Macinders Camp
Igit sind die Schuhe schmutzig, wenn das die Mami sieht

Informaitonen und Hinweise

Informationen zur Nelion Normal Route - Nelion Südostwand (IV, 4-5 Stunden)

Wie oben schon erwähnt konnten wir die Klettertour auf den Nelion doch nicht wie geplant durchführen. Wir haben aber im Vorfeld unserer Reise einige Informationen zusammen getragen, die gemeinsam mit unseren Erfahrungen vor Ort nachfolgenden Bergsteigern möglicherweise von Nutzen sein könnten!

Einreise/Ausreise und Transport

Für alle die sich ihre Reise zum Kili oder Mount Kenya nicht beim Summit Club oder ähnlichen Reisebüros buchen wollen sind einige Informationen zusammengefaßt, die vielleicht hilfreich sein können.

Agentur Usambara Trekking and Safaris

Wir hatten das Glück Freunde zu haben, die schon in der von uns angestrebten Ziel-Destination waren, und somit auch schon vorab einige Kontakte knüpfen können. Ronaldo freut sich aber immer über Anfragen aus aller Welt!

Ronaldo Mvungi ist der Chef der 'Agentur Usambara Trekking and Safaris', und hat sehr viele Kunden aus dem deutschsprachigen Raum. Das außergewöhnliche an Ronaldo ist seine doch recht europäische Arbeitseinstellung. Er respektiert die Wünsche seiner Kunden und ist bemüht diese bestmöglich zu erfüllen. Ronaldo war einer der Wenigen bei denn wir nicht das Gefühl hatten über den Tisch gezogen zu werden, oder wandelnde Dollar-Noten zu sein; was bei einer Tour auf den Kili sehr leicht passieren kann! Barbara und ich können Ronaldo nur sehr empfehlen!

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Eamil

Hotels / Lodges

Auch bei meinen Vorbereitungen für unsere Reise wären mir ein paar Tipps für Hotels die im erschwinglichen preislichen Rahmen liegen hilfreich gewesen. Unten finden sich die Unterkünfte in denen wir in Kenya gewohnt haben, für Tanzania gibt es hinweise auf der Kilimanjaro Seite.

Hotel Boulevard Nairobi

Nach unserer Busfahrt von Arusha nach Nairobi haben wir im Hotel Boulevard übernachtet. Dieses Hotel liegt nahe der Universität und ca. 20 Gehminuten vom Stadtzentrum entfernt. Wenn man darum bittet, ist es möglich, dass der Busfahrer (zumindest vom Busunternehmen Riverside) bis zum Hotel fährt. Das Hotel ist wirklich nett mit einem umfangreichen und sehr guten Frühstücksbüffet. Das Preis-Leistungs-Verhältnis ist hier ok.
Preis: KSh 6680 (Ca. 84 U$) für ein Doppelzimmer mit Frühstück

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Eamil

Kenia Comfort Hotel Nairobi

Im Kenya Comfort Hotel haben wir die letzten beiden Nächte unserer Hochzeitsreise verbracht. Es liegt direkt gegenüber vom Busbahnhof wenn man aus Arusha kommt. Zimmer und Bad sind eher etwas eng. Da das Hotel direkt an der Hauptstraße liegt, auch bis in die Nachtstunden etwas laut. Frühstück ist Mittelklasse. Für die strapazierte Urlaubskasse eine Möglichkeit. Viele Touristen aus allen möglichen Ländern.
Preis: 64 U$ für ein Doppelzimmer mit Frühstück, ACHTUNG: Wenn man in KSh bezahlt dann ist der Umrechnungskurs eher Nachteilhaft für den Kunden, am besten mit U$ bezahlen.

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Eamil

Naro Moru River Lodge

Schon vor unserem Besuch haben wir viel von der Naro Moru River Lodge gehört, stellt sie doch DIE klassische Basis für Touren auf den Mt. Kenia da. Die Lodge ist zwar nicht ganz billig, aber zumindest stimmt hier das Preis-Leistungs-Verhältnis. Die Anlage ist wirklich Traumhaft schön. Hier wird wirklich viel geboten, vom der Sauna über Swimmingpool bis hin zur Squash-Halle. Aber man kann auch einfach nur die Anlage genießen! Das Personal ist überaus freundlich und bemüht! Das Essen ist sehr gut! Eine absolute Empfehlung unsrerseits!
Preis: ab 132 U$ für ein Doppelzimmer mit Frühstück und Abendessen.

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Eamil

Die Sache mit dem Trinkgeld

Die Trinkgelder bewegen sich ähnlich den auf der Kilimanjaro Seite empfohlenen. Da die Tour aber kürzer ist, und auch Hütten vorhanden sind kommt man etwas billiger davon. Unserer Erfahrung nach sind die Träger, Köche, Guides etc. am Mount Kenya noch nicht ganz so geldgierig wie am Kilimanjaro. Hier hat man auch noch nach der übergabe des Trinkgelds mit uns gesprochen, ja wir haben sogar gemeinsam gelacht :-)

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Karte vom Mount Kenia im Maßstab 1:25000, Höhenangabne in feet
Infobox - Weiterführende Links
Linksymbol Bericht über unsere Kilimanjaro Besteigung