Eigentlich sollte dieser Ausflug ins Tote Gebirge führen, die Wetterprognose versprach für dieses Gebiet aber eher miserables Wetter. So warfen wir unsere Pläne um und wählten ein anderes Ziel, wo es zumindest etwas schöner sein sollte. Erstaunlicher Weise konnten wir darauf hin zwei Tage mit beinahe ungetrübtem Sonnenschein erleben und auch noch ein uns bislang unbekanntes Gebiet etwas erforschen - das Villgraten-Tal, welches eine vielzahl von tollen Skitouren zu bieten hat. Unser erster Kurzbesuch wird sicher nicht der letzte bleiben!
5 Uhr, der Wecker pipst. Naja wenn man was erleben will, muss man eben gewisse Opfer erbringen, und bei Frühjahrsskitouren ist das eben, das frühe aufstehen. Nach gut 3 1/2 Stunden Autofahrt sind wir auch schon im Kalkstein, dem letzten Weiler im Villgratner Tal. Erfreulicher Weise, Schnee bis zum Parkplatz.
Unser Ziel für diesen Tag ist das Gaishörndl. Zuerst vorbei an der Alfenalm in SSW-Richtung bis sich das Tal teilt. Von dort gehts Richtung WSW weiter zur Ruschlealm und nach einer Steilstufe in mäßig steilem Gelände weiter, und zuletzt eine kurze Flanke zum Gipfel. Von hier bietet sich ein eindrucksvoller Blick in die Dolomieten, sogar die drei Zinnen sind zu sehen!
Die Schneebedingungen sind gut, das frühe Aufstehen hat sich gelohnt. Wir können direkt von Gipfel über die SO-Flanke abfahren, und uns noch ausreichend unverspuhrtes Gelände suchen.
![]() die Kirche von Kalkstein |
![]() kurz nach der Alfenalm |
![]() bei der Ruschlealm |
![]() Barbara unterwegs Richtung ... |
![]() ... Gemsspitz Gipfel |
![]() Barbara und Peter am Gipfel |
![]() Barbara in der Gipfelflanke |
![]() ein Traum aus Firn |
Am Vorabend bein Führerstudium ist mir diese Tour ins Auge gesprungen, und nachdem die Wirtin vom Gasthof Raiffeisen auch noch meinte, dass dies eine ausgesprochen schöne Tour sei, war das nächste Ziel fixiert. Was wir nicht wussten, dass bereits einen Kilometer nach der Abzweigung ins Arntal ein Schranken die Straße versperrte; von hier sinds schon mal knappe vier Kilometer zur Unterstaller-Alm, wo die Tour, dann immer noch 1300 mH, eigentlich startet. Etwas ernüchtert aber frohen Mutes, marschierten wir mit den Skiern am Rucksack los. Der Harndrang, bescherte uns aber schon nach 10 min eine kleine Pause, just in diesem Moment kam aber ein hiesiger Landwirt mit dem Arntal-Taxi vorbei. Er nahm uns dann, obwohl wir kein Geld dabei hatten, mit bis zur Unterstaller Alm. Diesen Schuttledienst kann man ebenfalls vom Gasthof Raiffeisen aus organisieren. Äußerst begeistert von der Freundlichkeit des Taxlers, hinterlegten wir die Fahrtkosten dann beim Gasthof.
Von der Unterstaller-Alm gings dann erstmal mehr oder weniger ansteigend bis zum 'Garten', dem Punkt wo sich der Weg zum Großen Degenhorn nach NO-Wendet. Der markante horn-ähnliche Gipfel der bereits von hier aus sichtbar ist, ist aber noch nicht das eigentliche Ziel, wie man spätestens erkennt, wenn man am Fuße des Selbigen vorbei, Richtung Osten marschiert. Man erreicht einen kleinen Sattel, jetzt ist der Hauptgipfel mit dem Gipfelkreuz zu bereits zu sehen, von hier nochmal ca. 30 bis 45 minuten, und schon steht man am, leider nicht ganz 3000 Meter hohen Gipfel.
| Der Gasthof Reifeisen liegt mitten im Ortszentrum von Innervillgraten. Der rustikale Bau bietet ein gutes Preis-Leistungsverhältniss. Die Benutzung der Sauna, ist im Preis für die Halbpension inkludiert. Die Wirtin und der Kellner, Alfons, geben gerne persönlich sowie telefonisch auskunft über die aktuellen Tournbedingungen und -möglichkeiten.
Preise:
|