Einen Polterabend - nein, das macht ja jeder - und in eine 'Sausteign' lass ich mich schon gar nicht einsperren ;-) So war die Idee vom Junggesellenabschieds-Skitourenwochenende geboren. Gemütlich mit den engsten Freunden auf eine Hütte, gemütlich ein paar Bierchen schlürfen und dann auch noch eine schöne Skitour zu unternehmen - das klingt nett.
Leider waren einige Freunde durch verschiedene Umstände, am gewählten Datum nicht verfügbar. So machten sich Andi, Hans und ich auf ins Maltatal, auf die Villacher Hütte.
Die Villacher Hütte ist eine kleine aber feine Selbstversorger Hütte östl. der Hochalmspitze. Die Hütte ist mit einem Alpenvereinsschlüssel zugänglich. Der Schlüssel kann bei den Sektionen des Österreichischen Alpenvereins entlehnt werden. Vor Ort kann man einen Schlüssel entweder bei der Gmünderhütte oder der Hl. Geist Aphotheke in Gmünd, gegen eine Kaution von € 30 abholen.
Da der Winter in diesem Jahr sowieso nicht sehr schneereich war, und noch dazu in den letzen Wochen bereits frühsommerliche Temperaturen vorherschten, mussten wir die Ski doch gut 1,5 Stunden bis auf ca. 1750 Meter tragen. Danach konnten wir, mit wenigen kurzen Unterbrechungen, mit Skiern bis zur Hütte aufsteigen. Die Hütte ist wirklich entzückend, und seit einigen Jahren sogar mit einer Solaranlage ausgerüstet, die auch nach Einbruch der Dunkelheit für Beleuchtung sorgt. Sämtliche zum Kochen notwendigen Utensilien (Töpfe, Geschir, Besteck, etc.) sind auf der Hütte vorhanden.
Es lohnt sich bei gutem Wetter etwas früher auf der Hütte zu sein, es lässt sich wunderbar vor der Hütte in der Sonne stitzen, und ein, zuvor im an der Hütte vorbeifließenden Bächlein gekühltes, Bier zu trinken ;-).
Freundlicherweise hatte schon eine andere Gruppe, die etwas früher aufgestanden war, Feuer im Ofen gemacht. Jetzt brauchten wir nur noch Wasser für einen leckeren Cappuccino aufstellen, ein bisschen was Essen, und schon konnte es los gehen. Unser primäres Ziel war der Preimlspizt, welcher von SO her gesehen ein wirklich sehr schöner Berg ist. Eine ebenförmige Pyramide, mit einer schönen SO Flanke, die uns förmlich einlud, ein paar Schwünge in sie zu legen.
Wir folgten dem Weg zuerst Richtung Hochalmspitze. Am Begin des Hochalmkees qerten wir ansteigend ein weites Gletscherbecken um an den Fuß der SW-Flanke des Preimlspizt zu gelangen. Ca. 100 Höhenmeter unterhalb des Gipfels ließen wir unsere Ski zurück und stiegen über den Blockgrat zum Gipfel. Es war 9 Uhr, wir waren alle noch gut drauf, und so beschlossen wir nach der Abfahrt durch die SO Flanke noch auf den Großelendkopf zu gehen, da auch die Abfahrt über das zentrale Hochalmkees SEHR einladend aussah. Eineinhalb Stunden später standen wir dann auch auf diesem Gipfel.
Die Abfahrt über das Hochalmkees war ausgesprochen genußreich, erst kurz vor der Hütte wurde der Schnee durch die Sonneneinstrahlung recht tief. Nachdem wir die Hütte noch etwas aufgeräumt und unsere restlichen Lebensmittel vertilgt hatten, machten wir uns an die Abfahrt, bzw. am Ende des Schnees, den Abstieg ins Tal. Etwas erschöpft, sehr durstig aber zufrieden, erreichten wir wieder den Ausgangspunkt unserer Tour.